Programm Marxistische Studienwoche 2016

Thema: „Kapitalismus und Migration“

Fünf Tage lang wollen wir uns aus linker und marxistischer Perspektive in Vorträgen, Workshops und Diskussionsrunden mit dem Verhältnis von globaler kapitalistischer Produktion und (aktuellen) Migrationsbewegungen befassen. Bei einem abendlichen Kulturprogramm, das sich mit Kultur und Migration befasst, sollen die Tage dann entspannt ausklingen.

Wir wollen wissen, wie die Klassiker des Marxismus die Frage der Migration theoretisch wie politisch behandelt haben, vor allem wollen wir uns aber zeitgenössischen Fragen widmen: Was sind die gegenwärtigen Hauptursachen für Krieg, Migration und Flucht – und wie müssen wir sie analysieren und bekämpfen? Wie reagiert die Kapitalseite, also „Arbeitgeber“verbände und ihre Think Tanks, auf die gegenwärtige sogenannte „Flüchtlingskrise“? Warum sind Migration und Flucht Klassenfragen – und wie muss die Linke sie politisch beantworten?

 

Programm

14.3. Montag: Migration und Marxismus – Fragestellungen

14.00: Eröffnung

14.30: Eröffnungsvorträge und Arbeitsgruppen

(1) Vorbereitungs-AG (Dominik Feldmann, John Lütten, Patrick Ölkrug), Übersicht zu globalen Migrationsströmen – Terminologie, Migrationsmotive, Migrationsströme, Klassenfrage

(2) Prof. Dr. Frank Deppe (Marburg), Globalisierung, neuer Imperialismus, Flucht und Migration

(3) AG-Konstitution

19.00: Club Voltaire, Kneipe: Prof. Dr. Werner Ruf: „Clash of cultures“? Der von außen angeheizte Krieg im Nahen Osten –in und um Syrien – hat eine große Flüchtlingswelle ausgelöst. Leben wir schon im Krieg der „Kulturen“? Zu politisch-ideologisch-kulturellen, aber auch ökonomischen Aspekten des Krieges in Syrien und der „Flüchtlingskrise“ in der Bundesrepublik diskutiert Werner Ruf.

15.3. Dienstag: Kapitalismus und Migration

09.00-10.30: Prof. Dr. Elmar Altvater (Berlin), Widersprüche des globalen Kapitalismus und Migration

11.00-12.30: Prof. Jane Hardy (University of Hertfordshire, Hatfield/UK), Lohnarbeit, Migration, Solidarität. Historische und aktuelle Aspekte (auf Englisch)

13.00: Mittagessen

14.30-18.00: Arbeitsgruppenphase (Lektüre, Diskussion, Plenum)

18.00: Abendessen

16.3. Mittwoch: Fluchtursachen und ihre Bekämpfung („Fallbeispiel Afrika“)

9.00-10.30: Dr. Boniface Mabanza, Kirchliche Arbeitsstelle Südliches Afrika (Heidelberg), EU und Fluchtursachen in Afrika

11.00-12.30: Dr. Peter Wahl, Mitbegr. von attac, Vors. WEED (Berlin/Worms), Migration und Fluchtursachen im südlichen Afrika

13.oo: Mittagessen

14.30-18.00: Arbeitsgruppenphase (Lektüre, Diskussion, Plenum)

18.00: Abendessen

20.00: Club Voltaire, Kneipe: Das kleine Orchester der Kulturen (Stuttgart): „Musik zum letzten Gefecht“   Die kleine Internationale der Musik mit einer wilden Mixtur aus Orient und Okzident, Jazz und Klassik, mit: Can Batman (Percussion), Can Demirel (Baglama)/Gerhardt Mornhinweg (Flügelhorn), Adrian Werum (Klavier)

17.3. Donnerstag: Klassenfrage Migration

09.00- 10.30: Max Pichl, Dipl-Jurist, Mitarbeiter von Pro Asyl (Frankfurt/M.), Grenzregime und Asylpolitik / Anne Steckner, Die Linke (Berlin), Willkommenskultur als Klassenfrage

11.00 – 12.30: Sebastian Friedrich, Journalist (Berlin), Zuwanderung, Kapitalinteressen und Unternehmerverbände; Dr. Fessum Ghirmazion, IG Metall (Frankfurt/M.), Migranten, Lohnarbeit und Gewerkschaften

13.oo: Mittagessen

14.30-18.00: Arbeitsgruppenphase (Lektüre und Diskussion)

18.00: Abendessen

ab 19.00 Abendprogramm: „Fremde im Bild“ – Besuch im Städel-Museum mit Prof. Reiner Diederich

18.3. Freitag: Die Linke und die Flüchtlingsfrage – was tun?

09.00 -11.00: Diskussion mit Katja Maurer, Medico International (Frankfurt/M.,); NN, Initiative „Welcome Frankfurt“ (Frankfurt/M.); Janine Wissler, Fraktionsvors. im Hess. Landtag und stellv. Vors. Die Linke (Frankfurt/M./Berlin)

11.30 – 12.00: Abschlussdiskussion und Auswertung